// 5 Säulen des Taekwondo

Taekwondo 95.179.128.148 eine sehr komplexe koreanische Kampfkunst, die man grob in fünf verschiedene Bereiche unterteilen kann:

1.) Die Form

2.) Der Einschrittkampf und seine Variationen

3.) Der Wettkampf

4.) Die Selbstverteidigung

5.) Der Bruchtest

Diese Bereiche hängen untrennbar miteinander zusammen und bauen aufeinander auf:

1.) Die Fomen

Das Üben der Formen ermöglicht dem Schüler das gefahrlose Perfektionieren von Grundtechniken. (Kampf ohne Gegner)
Geschult werden hauptsächlich die Koordination, die Präzision der Bewegungen und die Orientierung im Raum.

2.) Der Einschrittkampf (und seine Variationen)

In diesen Partnerübungen erfolgt das Anwenden der Techniken "am Mann", wobei der Verteidiger immer das Kommando und damit die Kontrolle über das Geschehen hat, sprich dieses Üben ist relativ gefahrlos möglich.
Voraussetzung ist die Ausführung nach dem Prinzip "Ich hätte können wenn ich gewollt hätte". Dazu wiederum müssen die Techniken möglichst nah und präzise an die vorgesehenen Trefferpunkte gebracht werden (mehr als 5cm Abstand gilt eigentlich nicht!)
Geübt werden Präzision, Distanzgefühl und nicht zuletzt saubere Beinarbeit, da sie der Schlüssel zum Gelingen der Techniken ist. (Kampf mit Gegner, dieser agiert aber nur nach dem Kommando des Verteidigers)

3.) Der Freikampf

In der nächsten Stufe des Übens sind Art und Zeitpunkt des Angriffes innerhalb gewisser Grenzen (Regelwerk) nicht mehr bekannt. Die Gefahr von schmerzhaften Treffern ist gegeben. Allerdings tritt bei Regelübertretungen der Kampfleiter dazwischen. Dies ermöglicht einen fairen sportlichen Vergleich. Geübt werden Timing, Distanzgefühl, Härte, Durchhaltewille. (Kampf mit Gegner der einem weh tun kann, aber mit Regeln)

4.) Die Selbstverteidigung

In der Selbstverteidigung gelten keine Regeln mehr, daher gibt es auch keinen Kampfleiter, der ggf.  einschreitet. (Kampf mit Gegner, der einem böse weh tun kann, ohne  Regeln)

Dies ist der Bereich, der von Anfängern am häufigsten als Grund zum Beginn mit  Taekwondo genannt wird, der aber leider in den meisten Schulen und Vereinen am  wenigsten trainiert wird!

5.) Der Bruchtest

Beim Bruchtest zeigt sich das perfekte Zusammenspiel zwischen Technik,  Distanzgefühl, Schnelligkeit, Kraft, Härte und nicht zuletzt der Wille! Aufgrund des Zerstörungspotenzials daher nur an totem Material legal  ausführbar. Der Bruchtest zeigt aber die Möglichkeiten einer entschlossenen  Technik für den Ernstfall (wer mit einem Fauststoß ein 3cm Brett durchschlagen  kann, sollte auch in der Realität keine Probleme haben...).